"[..]Ende November werden dann in Chile überwiegend marine Geologen an Bord gehen, um erstmalig mit Polarstern den gesamten polaren Südpazifik zu durchqueren. Die 43 Wissenschaftler und Techniker um Fahrtleiter Dr. Rainer Gersonde vom Alfred-Wegener-Institut wollen an etwa 40 Positionen geologische Proben nehmen, um aus den Ablagerungen der Tiefsee Daten zur Klimageschichte der vergangenen Million Jahre zu erheben. Die Auswertung erfolgt im Rahmen von nationalen und internationalen Projekten"
Den gesamten text mit Bildern gibt es unter auf der AWI-Homepage
Von der ich auch gleich die Grafik mit der aktuellen Position der Polarstern geklaut habe. Wie man sieht ist sie schon unterwegs nach Punta Arenas. Weiters gibt es dort noch eine virtuelle Tour und technische Daten.
Gestern war das Antarktis Umweltseminar das jeder der einem deutschen Institut angehört und in die Antarktis fährt teilnehmen muss. Artikel 1 des Antarktisvertrags besagt das die Antaktis nur friedlich und für wissenschaftliche zwecke genutzt werden darf. Jetzt hab ich also ein Zertifikat und darf offizielle südlich von 60°S. Ich hab die Gelegenheit dann auch gleich genutzt und mit zwei Mädls eine Wandertour in Neuseeland ausgemacht.
Nun aber wieder mal zu meiner Arbeit. Ja ich hab endlich ergenisse, zwar noch nicht von semi-lagrange, dem eigentlichen hauptteil. Aber ich glaub jetzt zu wissen wie es geht und will das programmieren noch vor dem schifferlfahren abschließen. Aber hier schon mal ein netter plot:


Darauf sieht man einen Querschnitt einer künstlichen graue Hügelkette die mit Eis bedeckt ist. Dies ist eine künstliches Eisschild mit dem man Modelle vergleichen kann. Ich hab's benutzt um einen vereinfachten fall zu haben, wo man sich noch leicht vorstellen kann wie das Eis den fließen müsste. In der Mitte Füllt Schnee und aussen rundherum findet schmelzen statt. Die Simulation beginnt mit blanken Felsen auf denn dann nur in der Mitte Schnee fällt. In 200 Jahren 100 Meter. 200 Jahre ist der Zeitschritt mit dem das Modell für diese Simulation arbeitet. Häuft sich mal genügend Eis dann so beginnt es zu fließen, vergleichbar mit einem Pizzateig. Man haut den Knödl Teig auf die Tischplatte, und langsam beginnt er zu fleißen und wird flacher. Ähnlich verhält sich das Eis das auch fließt, wenn auch sehr langsam. Was man hier also sieht sind ein paar Schneeflocken die nach 4000 Jahren auf die Oberfläche fallen. Diese Oberfläche ist die rote Linie. Dann seiht man wie diese markierte Schneeflocke durch das eis transportiert wird. Man sieht das das älteste Eis in der nähe des Bodens ist und dass man das älteste Eis in der Mitte, am höchsten Punkt des Eises, dem sog. "Dom". Dort würde man auch nach einem Eiskern bohren, da man ja an möglichst alten Eis und einer ununterbrochenen Zeitreihe interessiert ist. Die Linien streben schon bei 1000 Meter auseinander was das datieren erschwert und man findend somit nicht mehr genau das eis dass an dieser Stelle an der Oberfläche gefallen ist.
Dans ganze funktioniert auch für Grönland oder Antarktis wo ich noch einpaar experimente machen werde und mal mit einem Glaziologen darüber reden. Mit Semi-Lagrange wird es dann, hoffentlich bald auch möglich sein nicht nur Einzelaufnahmen zu machen sondern sich die gesamte Schichtung und das Eis-alter usw. anzuschaun. Aber gut das mal schon etwas funktioniert und etwas interessantes dabei rauskommt.





